Wie wir auf den Hund (sprich den Briard) gekommen sind…

Ich selbst bin mit so vielen Tieren aufgewachsen, daß ich wohl entsprechend geprägt worden bin. Da während unserer Studentenzeiten aus Vernunftgründen höchstens eine Katze als Familienmitglied machbar war,- zuwenig Zeit, zuviele Umzüge, zuviele Rucksackreisen in exotische Länder,…- musste ich meinen Wunsch nach einem eigenen Hund schweren Herzens immer wieder aufschieben. Während unserer Frankreichurlaube bin ich auf den Briard gestoßen, war völlig fasziniert von diesen hinreißenden Fellmonstern, habe mich bei den Besitzern erkundigt, Fachbücher gelesen und recht schnell war mir klar, – genau diese Rasse muss es sein oder keine!   Acht lange Jahre hat es dann noch gebraucht, zähe Überredungskünste und ein kleines bisschen List und Tücke, bis meine erste Briardhündin Einzug in unser Haus hielt. Zuvor gab es einige ernstzunehmende Gegenargumente seitens meines Mannes, wie z.B. „Man bindet sich so“, „Flugreisen sind dann passé“, „So ein großer Hund braucht auch bei schlechtem Wetter viel Bewegung“ oder “ Langhaarige Hunde machen eine Menge Dreck und Arbeit „. Andererseits war da ein großes Haus mit Garten und einhellige Begeisterung meinerseits. Irgendwann war er dann da, -der ideale Zeitpunkt, an dem alles stimmte: unsere Jungs waren nicht mehr ganz so klein, die wichtigsten Flugreisen absolviert, – da traf es sich, dass meine Familie „rein zufällig“ beim Autokauf über fünf reizende Briards stolperte, alle lammfromm und super erzogen. Als die Züchterin dann noch erzählte, dass die schwarze Hündin „Mim“ gerade trächtig sei, gab es keine langen Diskussionen mehr.   So kam 1997 Java zu uns ins Haus, ein kleines schwarzes Fellbündel, das alle Herzen mit seinem freundlichen, fast schon überschwänglichen Wesen im Sturm eroberte.

Java du chateau magic 20.5.1997- 15.5.2008

Java war eine temperamentvolle, selbstsichere Hündin mit einem unbändigen Arbeitseifer. Sie war unseren Jungs ein toller Spielkamerad, der beste Keeper im Fußballtor, irrsinnig menschenbezogen, aber wegen ihrer Arbeitswut war ihre Erziehung für mich als Briardneuling so manches Mal eine echte Herausforderung. Eine absolut souveräne Hündin, wir haben beide eine Menge gelernt voneinander. Mit diesem Wirbelwind war kein Tag langweilig! Übrigens, das Auto welches wir damals tatsächlich gekauft haben, musste schon bald gegen ein größeres Modell umgetauscht werden, denn….

Cassiopeia „Cajou“ vom Hexenhof 6.3.1999 – 10.5.2010

Wie wir schon wieder auf den Hund gekommen sind

Mein Mann, für den Tiere bis dahin eher zu den Lebensmitteln zählten, lief nach Jahren heftiger Gegenwehr dann überraschend und mit wehenden Fahnen zum Feind über. Mittlerweile restlos hundebegeistert, erwarb er 1999 ein fauves Briardmädchen, gab ihr als passionierter Sternegucker den hochtrabenden, aber etwas unpraktischen Namen Cassiopeia, worauf sie von allen nur noch Cajou gerufen wurde. Cajou übersah großzügig all seine Erziehungsversuche, sie wurde sein absoluter Herzenshund und die Stammhündin unserer Briardzucht.

Wie wir dann völlig auf den Hund gekommen sind…

Gizzy 18.3.2001 – 15.9.2015

Mittlerweile waren der Besuch auf dem Hundeplatz, Agilitytraining, Obedience und Ausstellungsbesuche fester Bestandteil unserer Freizeit geworden. Unser ältester Sohn Jonas, leicht ausstellungsgeschädigt, genoss mit den Hunden eher wilde Tobespiele und lange Waldspaziergänge, fand Hundeplatz und Ausstellungen dagegen öde (Zitat:“ Wen interessiert denn schon, ob ein Hund schöne Beine oder gefaltete Ohren hat?“). Moritz, unser Jüngster und etwas ehrgeiziger, wollte jedoch lieber Agilityturniere bestreiten oder auf Ausstellungen Pokale sammeln . Da unsere beiden Briards nun schon vergeben waren und auch für ein Kind nicht so einfach zu führen sind, kam Anfang 2001 noch eine kleine quirlige Schapendoeshündin namens Gizzy ins Haus.

Gizzy war das I-Tüpfelchen in unserem Rudel, klein, vorwitzig, ein echter „happy dog“, der für jedes Kunststückchen zu begeistern ist. Von Anfang an war sie ein „Schönwetterhund“, der bei Regen gerne auf die Gassirunde verzichtet und auch sonst eine echte kleine Persönlichkeit mit viel Charme und einem gehörigen Dickkopf. Da wir sehr begeistert waren von unserer kleinen Holländerin, begründeteten wir mit ihr unsere Schapendoeszucht, die nun ruht. Nach Moritz Auszug und dem Verlust ihrer Ersatzmama Cajou hatte Gizzy keinen festen Bezugspunkt mehr im Rudel und zog sich immer mehr zurück. Nach einem mehrwöchigen Probeurlaub hat sie dann gerne ihr Köfferchen gepackt und ist zu meiner Schwester und deren Töchter gezogen, um sich im Ruhestand noch einmal so richtig verwöhnen zu lassen. Die Entscheidung ist uns schwerer gefallen als der kleinen Prinzessin, glaube ich! Sie ist dort wieder richtig aufgeblüht und wir freuen uns immer, wenn wir sie sehen. Schön, daß die Süßmaus so ein liebevolles und nicht ganz so turbulentes Zuhause gefunden hat!

Cous-Cous, – einer geht noch!

Cous-Cous vom wilden Weidenwald, 21.11.2003- 1.6.2014

Bei unserem dritten Briardwurf habe ich mir dann einmal den Luxus gegönnt, einen Welpen zu behalten. Cous-Cous war für mich der Traumhund schlechthin, sie bestach einfach durch ihre Loyalität, ihre Arbeitsfreude und ihr ausgeglichenes Wesen. Auf Ausstellungen hat sie sich immer sehr erfolgreich präsentiert,- genau wie ihre Mutter hat ihr die Show Spaß gemacht, eine richtige Diva, die den Applaus genießen konnte. Ihre drei Würfe hat sie instinktsicher und mit viel Hingabe aufgezogen. Nach Cajou’s Tod übernahm sie auf ihre freundliche und souveräne Art die Führung im Rudel.

Dann ist aber Schluß…

               meinte mein Mann…

Freya,- und manchmal kommt es anders

Freya vom wilden Weidenwald, 10.11. 2006- 22.2.2012

… und zweitens, als man denkt: eigentlich wollten wir Ende 2006 nach zwei aufeinanderfolgenden Würfen und 16 Wochen Welpentrubel auf gar keinen Fall so ein kleines Monster behalten, sondern in Ruhe die Schäden im Haus beseitigen, die Löcher im Garten verfüllen um dann wieder zum normalen Alltag zurückkehren. Die Hündin mit dem himmelblauen Bändchen, ein sehr typvolles, von den Anlagen her vielversprechendes, allerdings auch überaus eigensinniges Exemplar seiner Rasse, machte uns schnell klar, daß sie auf jeden Fall zu bleiben gedächte. Diesmal war es mein Mann, der sich sofort für Miss Himmelblau aussprach,- war es doch der letzte Wurf seiner Cajou. Und so ist sie geblieben, Freya, benannt nach der Hündin aus meinen Kindertagen. Freya hat die starken mütterlichen Instinkte von Cajou geerbt: nachdem sie hingebungsvoll die Welpen unserer anderen Hündinnen mitbetreut hatte, durfte sie 2009 das erste Mal eigene Welpen haben und war glücklich, sie ist die Mutter des H und des J-Wurfs. Leider haben wir diese liebenswerte Hündin viel zu früh verloren.

Djamba,- endlich mal wieder etwas kleines Schwarzes!

Iroquesa Djamba vom wilden Weidenwald, geboren 2.10.2009

Nachdem unser schwarzer Wirbelwind Java uns verlassen hatte, wollte ich gerne wieder eine schwarze Hündin im Rudel haben. Und so blieb Djamba, die einzige schwarze Tochter meiner Cous-Cous. Sie hat sich mittlerweile zu einer zierlichen, selbstsicheren Hündin mit viel Grips und Charme entwickelt. Im Rudel gibt sie gern den Hilfssheriff und ist immer zuverlässig zur Stelle, wenn man sie braucht. Ihre bisherigen drei Würfe waren leider recht überschaubar, sie hat sie sehr fürsorglich und instinktsicher aufgezogen.

Canis Ferox Bonjour Schnuppe, geboren 16.6.2012

Mit fünf Jahren haben wir unsere Freya sehr plötzlich verloren, sie ist an den Folgen der Operation wegen eines Knorpelsarkoms gestorben. Es tat weh, so einen jungen und vitalen Hund so früh gehen lassen zu müssen.
Freya war eine sehr liebenswerte, verschmuste Hündin mit einem wunderschönen Kopf und es ist verblüffend, wie ähnlich ihre Kinder aus den beiden Würfen ihr sind.
Ich habe dieser Hündin sehr nachgetrauert und als der erste Wurf ihres Sohnes Hamlet fiel, haben wir zum ersten Mal nach längerer Zeit wieder einen Welpen aus einer anderen Zuchtstätte aufgenommen:

Und so zog Freyas Enkelin Schnuppe bei uns ein

Schnuppe ist eine eher zierliche, sehr verschmuste Hündin, vom Typ her ganz anders als unsere vorherigen rustikalen fauven Hündinnen. Sie hat eine unglaubliche Ausdauer am Rad oder Scooter und zeigt auch beim Mantrailing Talent. Bei ihrem ersten Wurf hatte sie gleich 12 Welpen, die sie mit Djambas Unterstützung sehr souverän und liebevoll aufgezogen hat. Bei einer Auswahl von sieben vielversprechenden Mädchen konnten wir dann doch nicht Nein sagen….

Wir stellen vor: Minna, unser jüngstes Familienmitglied

Nesthäkchen Minna vom wilden Weidenwald, geboren 7.11.2014

Nach dem sehr plötzlichen Verlust meiner Cous-Cous wollte ich anfangs nie wieder einen Hund, auf jeden Fall wollte ich mich nie wieder so eng an eine Hündin binden. Angesichts der zwölf Welpen, die in Schnuppes Wurfkiste lagen, konnten wir dann doch nicht widerstehen. Minna ist ein echter Rudelhund, sie bezirzt ihre Mutter und Tante mit großem Charme, ist ziemlich dickköpfig und geht auch schon gerne einmal eigene Wege, wieder einmal ein völlig anderer Charaktertyp, wieder einmal spannend!

Unser Nesthäkchen ist mittlerweile auch schon erwachsen, wenn alles gut geht, darf Minna 2018 zum ersten Mal eigene Babies aufziehen.