Cassiopeia „Cajou“ vom Hexenhof

6.3.1999 – 10.05.2010  HD A   Mutter unseres B-, C-, D- und F-Wurfs

Cajou war Ossi’s erster Hund überhaupt. Für einen Menschen ohne jede Hundeerfahrung war diese nette, gemütliche Hündin geradezu ideal. Einfach ein Hund zum Liebhaben, der keine großen Ansprüche stellt. Ihr Lebensmotto lautete von jeher: „Versuch’s mal mit Gemütlichkeit,..“ , dem ist sie immer treu geblieben. Ihrem Rudel war sie eine großmütige und souveräne Chefin, ganz ungeplant wurde sie zur  Stammhündin unserer Zucht, denn „Unverhofft kommt oft“ : Als der Gedanke an Zucht aufkam, erwies genau diese Hündin sich mit ihren ausgeprägten mütterlichen Instinkten und ihrer ausgeglichenen Art als ideale Zuchthündin,- immerhin 31 Welpen hat sie hingebungsvoll aufgezogen. Auch nach ihrem letzten eigenen Wurf ließ sie es sich weiterhin nicht nehmen, die Welpen unserer anderen Hündinnen schon mal „auszuleihen“ und zu bemuttern.
Diese großrahmige, rustikale Hündin mit ihrem wunderschönen leuchtenden Fauve, hätte von der äußeren Erscheinung her auch im Rüdenring eine gute Figur gemacht. Überhaupt liebte sie es, sich im Ring oder vor der Kamera wie eine Diva zu präsentieren. Ansonsten war Cajou  eher unkompliziert und  gemütlich, hatte ausgeprägte mütterliche Instinkte. Diese durfte sie bei vier Würfen mit insgesamt 31 Welpen ausleben (B-C-D- und F-Wurf). In der Zeit zwischen den eigenen Würfen adoptierte sie am liebsten die Welpen unserer anderen Hündinnen und andere bedürftige Tierkinder in unserem Haushalt. Cajou hat ihren Nachkommen unter anderem ein eher rustikales Erscheinungsbild mit viel Substanz, ein warmes Fauve und gesunde Hüften vererbt.

Mit elf Jahren war ihr gemeinsamer Weg mit uns zu Ende. Schon an ihrem elften Geburtstag ahnten wir irgendwie, daß es wohl ihr letzter sein würde. Es war ein Abschied auf Raten, peu à peu hat sich unsere alte Lady aus unserem Leben geschlichen. Sie wirkte weiterhin ganz zufrieden, wurde aber immer passiver, ihr Aktionsradius immer geringer. Natürlich wollten wir sie nicht ganz kampflos gehen lassen, haben sie beim Tierarzt noch einmal auf den Kopf stellen lassen, alle Befunde,- Blut, Röntgen, Ultraschall,- waren für eine Hundeseniorin von elf Jahren unspektakulär,
… nur das Herz war wohl etwas müde.
Uns blieb nur, sie schmerzfrei zu halten und nicht mehr alleine zu lassen. Doch dann kam schneller als erwartet der Tag, an dem wir merkten, daß wir sie gehen lassen müssen. Es hat geholfen, daß Zeit blieb, uns zu verabschieden, dann ist sie friedlich in unseren Armen eingeschlafen.

Trotz allem war es schwer, daß unsere alte Queen nicht mehr da ist. Lange noch fehlten uns ihre albernen Clownereien beim Frühstück, die penetranten, aber stets erfolgreichen Aufforderungen zum Bauchkraulen vor dem Fernseher und sogar ihr dezentes Geschnarche im Schlafzimmer.
Farewell, altes Mädchen!
Mit Cajou’s Töchtern  Freya und Cous-Cous und Enkelin Djamba haben wir ihre Linie fortgeführt und freuen uns über manche offensichtlichen Ähnlichkeiten im Verhalten oder Äußeren ihrer Kinder und Kindeskinder. Cajou  war wirklich eine wundervolle und außergewöhnliche Briardhündin,- wir werden sie immer in liebevoller Erinnerung behalten.

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