Wir waren im Herbst 2013 zum ersten Mal mit dem Wohnmobil in der Normandie. Von den leeren Sandstränden, dem milden Klima, der endlosen Weite waren wir echt begeistert. Da wir den Atlantik bisher meist weiter südlich angefahren haben, fanden wir ihn hiererstaunlich wie zahm. Durch die vorgelagerten Inseln und Felsen gab es keine Riesenbrecher, wenig Brandung,  dafür einen hohen Tidenhub, der bei Ebbe die Felsen freilegte und superbreite Strände mit vielen großen Badewannen hinterließ. Unsere Hunde waren wie immer begeistert von soviel  Wasser und Platz zum Rennen, Spielen und Schwimmen, unser Teenie Schnuppe hat richtig schwimmen gelernt und Möwen gab es ja auch ein paar, -lach!

Gleich in der ersten Nacht haben wir uns am Strand festgefahren, – spätnachts sind wir etwas müde angekommen an einem traumhaften Platz direkt hinter den Dünen. Ich bin noch kurz ans Meer um die Hunde nach der langen Fahrt kurz zu lüften. In der Zeit hat mein Göttergatte leider im Dunkeln noch ein bißchen hin- und herrangiert und schon war es passiert, als ich nach 5 Minuten zurückkam war unser Traumschiff bis zum Nummernschild in einer Sandkuhle versenkt und guter Rat teuer! Echt kein toller Start in den wohlverdienten Urlaub,- mittlere Ehekrise- kein sehr gesprächiges Frühstück! Ich habe nachts schon von einem riesigen Autokran geträumt, der uns mit viel Tamtam bergen musste. Ich glaube es bis heute noch nicht so richtig- aber wir sind tatsächlich aus eigener Kraft und mithilfe eines lachhaft kleinen Klappspatens und vieler, vieler, vieler (also ganz vieler) Kisten mit Kieselsteinen vom Strand irgendwie wieder aus dem Loch herausgekommen! Es war eine elende Plackerei! Nach diesem kleinen, vielleicht vermeidbaren Abenteuer hat unser Chauffeur sandige Untergründe gemieden wie die Pest und es folgten dann doch noch drei sehr entspannte Urlaubswochen,- wir haben überall nette kleine Stellplätze mit Meerblick und außerhalb der Ortschaften gefunden, sodaß wir fast jeden Abend nach einem leckeren Mahl einen schönen Sonnenuntergang in den Dünen genießen konnten, manchmal sogar in Pantoffeln am Strand.

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Neu für uns war die Tatsache, dass Fische hier nicht geangelt sondern von sogenannten Fußfischern mit Forken ausgegraben und im Körbchen heimgetragen werden. Da der Strand sehr eben und fest war, zogen nachmittags oft Traber mit Sulkies ihre Trainingsrunden durch den Sand.

Wie man sieht, konnte unser Oldie CousCous noch ganz gut mithalten, sie hatte beim Rennen in der Brandung genauso viel Spaß wie die Jungspunde.

Zum Thema Wetter in der Normandie:

Für Ende September war das Wasser auch noch nicht zu kalt zum Schwimmen. Überhaupt das Wetter: ein französisches Sprichwort behauptet ja: in der Normandie regnet es bloß zwei mal die Woche: – einmal drei und einmal vier Tage lang! Wir hatten auf jeden Fall Glück, es hat selten geregnet und wenn, dann nur kurz, meist war es spätsommerlich warm und sonnig.