Mal was ganz anderes, als immer nur schöne Hunde….

Dänemarkurlaub, Frühjahr 2009: Begeistert durch eine Ausstellung meines Fotoclubs, begann ich mit der Makrofotografie  zu liebäugeln. Mein Mann hat mir dann auch ganz spontan und völlig überraschend ein Makro-Objektiv zum Geburtstag geschenkt. Vielleicht hatte er ja dabei auch die leise Hoffnung oder gar den Hintergedanken, dass er dann unsere Hunde nicht mehr ständig vor der Kamera drapieren muss, sobald das Licht günstig ist, sie die Haare schön haben und der Wind aus der richtigen Richtung bläst.

Auf dem Naturgrundstück unseres Ferienhauses hatte ich dann viel Zeit und Gelegenheit, meine ersten Versuche in Richtung Makrofotografie zu wagen und war völlig fasziniert von allem, was da so krabbelt und fliegt. Dadurch konnten wir oft erst gegen Mittag frühstücken, weil just an diesem Morgen die Bläulinge auf Brautschau waren oder die winzige Springspinne in der Mauerritze neben der Haustür mich so nett anlachte. Ossi und die Hunde nahmen es wie immer gelassen, so hatten sie zumindest stundenweise frei,- endlich mal kein Fotoshooting!

Mein Fazit: Gar nicht so einfach, zur Abwechslung einmal Lebewesen zu fotografieren, die nicht auf Kommando die Zunge heraushängen lassen, zwanzigmal fröhlich und geordnet von A nach B laufen oder auf ein Fingerschnippen hin durch den Reifen springen.

Andererseits einfach wunderbar zu beobachten, wie geschickt eine Raupe ihre – gefühlt – tausend Füsse sortiert oder in der Dämmerung ein Taubenschwänzchen beim Nektarsammeln im Flug zu erwischen !

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Die Spinne, die im Mauerwerk neben unserer Haustür wohnte, war nicht größer als mein kleiner Fingernagel, sah aber auf den Fotos echt imposant aus mit ihren vier  lang bewimperten grünen Funkelaugen. Eine echte Diva mit Löwenmut: bei Unterschreiten ihrer Individualdistanz drohte sie kurz mit den „Fäusten“ und sprang beherzt aufs Objektiv los.